So kommst du an Aufträge
Um an Aufträge zu kommen ist es wichtig, dass du aktiv wirst. Vorerst solltest du dich aber vergewissern, welche Serviceleistung du deinen Kunden überhaupt anbieten willst. In welchem Preissegment positionierst du dich? Wie sieht deine Marktposition überhaupt aus? Wer ist deine Zielgruppe?

Sichtbarkeit
Social Media
Aktiv zu werden bedeutet vor allem sich sichtbar machen. Teilst du eine Illustration oder Animation auf deinen Social Media Kanälen, machst du deine Arbeit deinen Freunden und Fans öffentlich zugänglich. Mit den richtigen Hashtags sorgst du auch dafür, dass deine Arbeiten mittels Stichworten gefunden werden können. Vergiss nicht Kommentare immer zu beantworten. So pflegst du deinen Social Media Auftritt nachhaltig.
Zusätzlich kannst du an Instagram Challenges wie «Inktober», «36 days of Type» «Character Design Challenge» usw teilnehmen. Bei einer laufenden Challenge erreichst du so schneller Follower und wiederum auch mehr Sichtbarkeit. Für dich selbst sind solche Challenges ebenfalls gut, um an den Skills zu arbeiten.
Eigene Website
Deine eigene Website ist die zentrale Anlaufstelle für all deine Arbeiten und Infos über dich. Dort hast du die Möglichkeit, tiefere Einblicke in dein Schaffen zu geben. Skizzen, Storyboards, gelöschte Szenen, Handnotizen oder Impressionen von Studioaufnahmen geben einem Projekt mehr Tiefe und ein klares Verständnis für den Aufwand deiner Arbeit.
Nebst den Arbeiten solltest du auch ein Porträt von dir selbst veröffentlichen. Deine Kunden möchten ja wissen, mit wem sie es zu tun hat. Wer mit Selbstporträts Mühe hat, sollte am besten einen professionellen Fotografen engagieren. Dieser wird dich ins rechte Licht rücken.
Engagement und Networking
Eine weitere Möglichkeit sich sichtbar zu machen ist, sich für die Branche zu engagieren oder mit der Branche interagieren. So lernst du schneller Leute aus dem gleichen Berufsfeld kennen. Dein Engagement kann zum Beispiel folgendes beinhaltet:
> Blog über berufliche Themen schreiben.
> Artikel auf LinkedIn posten.
> Branchenevents (Meetings, Workshops o. Ä.) organisieren / besuchen
> Einem Berufsverband beitreten
Eigene Projekte und Kollaborationen
Eigene Projekte sind gute Möglichkeiten deine eigenen Grenzen zu testen und genau das umzusetzen, was du willst. Mit solchen Arbeiten kannst du der Öffentlichkeit zeigen, was dir am besten liegt und was dich ausmacht. Aber auch Kollaborationen verhelfen dir zu mehr Sichtbarkeit und vergrössert dein Netzwerk. 

Kontaktieren
Jemanden direkt anschreiben, kann einem schon mal Bauchschmerzen bereiten. Was schreibe ich? Wie fange ich an? Um dir das Schreiben zu erleichtern, kannst du dich ganz einfach an folgende Punkte halten:
Recherchiere im Vorfeld etwas über die Firma und sprich sie auf eines ihrer aktuellen Projekte an zum Beispiel ein neues Produkt, neuer Lehrgang, neue Abteilung.
> Einfacher ist es, wenn du Firmen findest, die dir sympathisch sind und zu denen du passt.
> Stelle dich in einem Satz vor.
> Schreibe warum du deine Serviceleistungen unbedingt für diese Firma anbieten möchtest.
> Erkläre was dich auszeichnet und was dich von anderen abhebt.
> Sprich sie im besten Fall gleich mit ein paar Ideen an.
> Halte dich im gesamten E-Mail sehr kurz und achte auf die Gliederung der Absätze.
> Schreibe einen Betreff, der neugierig macht aber auch nicht irreführend ist. «Mein Portfolio» ist zu langweilig und zu austauschbar. «Meine Animation steigert Ihren Gewinn um das Zehnfache» wiederum ist ein Versprechen, das etwas reisserisch klingt.
> Bevor du deine E-Mail versendest, überprüfe deinen Text auf allfällige Rechtschreibfehler oder lasse deinen Text von jemandem gegenlesen.

Füge deinem E-Mail ein PDF mit ausgewählten Arbeiten speziell für diese Firma an.

Rechtliche Regeln
Ja, auch beim Kundenfang gibt es juristisch korrekte Regeln. Grundsätzlich gilt es, keine unwahren oder irreführenden Angaben bezüglich den eigenen Leistungen zu machen. Genauso solltest du auch keine falschen oder herabsetzenden Äusserungen über Mitbewerber*innen machen.
Beim Kontaktieren (Telefon, Post, E-Mail) solltest du dir vorher immer eine Einwilligung des Empfängers einholen. Werbemails oder ähnliches sind ohne Einwilligung verboten. Wer sich ab deiner Sendung belästigt fühlt, ignoriert oder löscht deine Nachricht im Normalfall. Es kann aber leider passieren, dass du abgemahnt wirst. In diesem Fall solltest du nicht vorschnell eine Unterlassungserklärung unterschreiben, sondern dich von einem Anwalt beraten lassen.
Wie kannst du dieses Risiko also umgehen? 
Vernetze dich mit den bestimmten Personen auf LinkedIn. So gewährleisten sie dir mit einer Zusage, dass du sie uneingeschränkt kontaktieren darfst. Dasselbe ist auch via E-Mail möglich.
Back to Top